Final Fantasy XII

Entwickler Square Enix Co., Ltd.
Publisher Koch Media Deutschland GmbH
Veröffentlichung 23. Februar 2007
Plattform PlayStation 2
Genre Rollenspiel

Ein Spiel aus dem Hause Square-Enix, das die Gemüter mindestenst so laut aufschrien ließ, wie seinerzeit der Nachfolger zu Final Fantasy X. Für viele Fans ist dies kein richtiger Ableger der Serie mehr, da die Geschichte im Spiel viel zu kurz kommt, wenig Emotionen weckt und zu sehr an Star Wars erinnert. Durchaus nachvollziehbar, dem ich als großer Fan der Serie auch zustimmen muss.

Betrachtet man das Spiel allerdings nüchtern als ein normales Rollenspiel, abseits der Final Fantasy Saga, so erlebt man eines der intensivsten der Playstation 2 Ära. Hier liegt klar der Fokus auf das Gameplay und das Drumherum. Und das macht Final Fantasy XII wie kein zweites, denn es gibt viel zu tun. Neben einigen Nebenquests sind vorallem die Mobs und Esper interessant. Möchte man die Story erst mal nicht weiterführen, gibt es die Möglichkeit sich auf die Jagd nach speziellen Monstern (Mobs), oder eben den genannten Esper zu machen. Diese sind wesentlich herausfordernder als normale Monster (oder Boss-Fights) und bilden meiner Meinung nach, neben dem ausgeklügelten Kampfsystem, das Herz von Final Fantasy XII. Das alles ist optional, dürfte aber die meiste Spielzeit in Anspruch nehmen.

Eine Besonderheit des Kampfsystems ist die des Chainings. Bringt man viele Monster derselben Gattung hintereinander zur Strecke, bildet sich eine sogenannten Chain-Kette. Je höher dieser Counter ist, desto wertvollere Gegenstände werden hinterlassen. Das sollte man auch in Anspruch nehmen, denn nur so kommt man an genügend Geld für die teure Ausrüstung, Techniken und Zauber. Diese müssen aber erst mal mit den nach jedem Kampf gewonnenen LP Punkten auf dem Lizens-Brett (ähnlich dem Sphäro-Brett aus Final Fantasy X) erworben werden, um angelegt werden zu können. Nicht unbedingt nachvollziehbar, aber keineswegs störend.

Neben dem bereits erwähnten (tollen) Kampfsystem gibt es noch die Gambits, mit der ihr eure Kameraden „programmieren“ könnt. Dabei gilt es eine „wenn“ an eine „dann“ Bedinung zu koppeln. Ein Beispiel: Wenn Charakter Hp > 50 % dann > Vita. Heisst: Sobald die HP eines Mitstreiters unter 50% fällt, führt die Person, die den Gambit zugewiesen bekommen hat, die Aktion „Vita“ aus und so weiter. Damit lassen sich ganz individuelle Strategien entwicklen die teilweise für die bockharten Mobs ein muss sind. Allerdings gibts es allgemeingültige Kombinationen mit denen man später so gut wie gar nicht mehr ins Kampfgeschehen eingreifen muss. Einerseits toll, weil man beispielsweise gegen einen Mob gemütlich nebenher was essen und sich den Kampf einfach anschauen kann. Andererseits verlieren die Kämpfe so schnell an Reiz. Im Allgemeinen sind die Kämpfe generell viel zu leicht. (ausgenommen ein paar Mobs und Esper vielleicht)

Etwas in Sorge war ich vor Release, als man verlauten ließ, das der allseits bekannte Nobuo Uematsu nicht mehr für den Soundtrack verantwortlich sei. Das legte sich aber schnell, als derneue (alte) Komponist, Hitoshi Sakimoto, vorgestellt wurde. Dieser zeichnet sich unteranderem für die gelungenen Soundtracks der Final Fantasy Tactics Serie aus. Zwar sind die Melodien nicht so einprägend wie die eines Uematsu, allerdings sind alle Stücke immer passend und nie nervig. Rundum gelungen wenn man so sagen kann, allerdings teilweise auch mit frappierenden Ähnlichkeiten zu einem Star Wars. Die Sprachausgabe ist ebenfalls gelungen aber auch nicht weiter erwähnenswert.

In grafischer Hinsicht hat man wieder alles richtig gemacht. Die Welt Ivalice sieht toll aus, ist abwechslungsreich und wartet mit sich verändernden Gebieten auf. Einziges Manko: Gebäude und Formen im Allgemeinen sind allesamt recht eckig und nicht so schön organisch wie beispielsweise noch in Final Fantasy X. Allerdings musste man wohl Kompromisse machen, da die Kamera nun frei beweglich ist.

Was soll ich groß sagen, über die Story sind wenig Worte zu verlieren; Langweilig und uninspirierend. Nicht fesselnd und wenig emotional. Das wohl größe Manko am Spiel. Über den Hauptcharaker Vaan und seine Begleiterin Penelo möchte ich auch wenige Worte verlieren: Dumm, naiv und langweilig. Generell frage ich mich ja, wer auf die Idee kam, einen solch‘ debilen und weiblich anhauchenden Charakter als Helden der Geschichte zu etablieren. Tröstlich hingegen ist, dass man die Haupttruppe für den Kampf selbst wählen kann und nicht auf den Hauptcharakter angewiesen ist. Denn auf der anderen Seite gibt es auch interessante und coole Charaktere, wie meine Lieblinge Balthier und Fran. :)

Zusammenfassend kann man wohl folgende Pros und Kontras geben:

Pro:

  • gelungenes und ausgeklügeltes Kampfsystems
  • schöner Soundtrack mit Star Wars anleihen
  • viele Nebentätigkeiten und Geheimnisse abseits der Story, wie etwa Mobs und Esper
  • im Gesamten interessante und coole Charaktere (Lieblinge: Balthier und Fran ;))
  • große, abwechslungsreiche Welt
  • tolle Grafik

Kontra:

  • langweilige, viel zu kurz behandelte Story
  • grafisch toll, aber an vielen Stellen sehr eckig
  • ein, zwei Totalausfälle der Charaktere (Huhu, Vaan und Penelo ;))

Was meint ihr? ist Final Fantasy XII der Serie würdig?

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