Fire Emblem VIII – The Sacred Stones

Entwickler Intelligent Systems
Publisher Nintendo
Veröffentlichung 4. November, 2005
Plattform Game Boy Advance
Genre Strategie-Rollenspiel

Es war mein erstes mal – mit Fire Emblem. Dabei war es nur Liebe auf den zweiten Blick. Grafisch eher zweckmässig, entfaltet das Spiel sein Potential erst nach genauerer Betrachtung. Eine Geschichte um Verrat und Rache zweier Geschwister ist nett inzeniert, aber eher Beiwerk. Der Fokus liegt klar auf den spannenden Kämpfen und der Charakterentwicklung.

Anders als in anderen Strategie-Rollenspielen wie beispielsweise Jeanne d’Arc können Mitsreiter sterben. Sobald diese in einem Kampf das zeitliche gesegnet haben, sind diese für immer verloren. Aber genau das machen die Kämpfe so spannend und strategisch. Jeder Zug muss genau überlegt sein, der kleinste Fehler kann zum Ableben eines Mitsreiters führen. Sollte das mal passieren, ist Handlung gefragt. War es das wert? Oder sollte man die Mission neu beginnen?

Dabei entscheidet man sich oft für letzteres, da die vielen rekrutierbaren Charaktere allesamt einem ganz schön ans Herz wachsen, nachdem man Ihre Geschichte kennengelernt und sie über die Zeit immer weiter entwickelt hat. Ab Level 10 ist es möglich (bis max. 20 in der ersten Stufe), seine Einheiten in eine erweiterte Klasse aufzustufen, die sie noch stärker machen. Ab da wird die Einheit mit allen ausgebauten Charakterwerten wieder auf Level 1 runtergestuft, um dann wieder auf ein Maximum von 20 aufzuleveln. Das ergibt insgesamt ein Maximum von 40 Level pro Einheit. Dabei empfiehlt es sich generell erst bis Stufe 20 und dann erst um weitere 20 aufzuleveln.

Die Kämpfe basieren wie so oft auf einem Schere-Stein-Papier Prinzip. Dabei gilt das sogenannte „Waffendreieck“. Axt schlägt Lanze, Lanze schlägt Schwert und Schwert schlägt widerum Axt. Der Bogen und Zauber spielen dabei eine neutrale Rolle, die eher gegen Flugwesen (Bogen) oder gepanzerte Einheiten (Zauber) ihren Vorteil zu nutzen wissen. Dabei können nicht alle Klassen alle Waffen tragen, sondern nur jeweils maximal zwei der drei Waffentypen. Manche Charaktere auch erst nachdem sie sich entwickelt haben. Zusätzlich gibt es noch Einheiten, die ausschließlich der Heilung dienen und auf die man nicht verzichten sollte.

Im Kampfgetümmel selbst ist es möglich Häuser, Burgen, Wälder etc. zu besuchen oder zu besetzten, die einem den ein oder anderen Vorteil bringen. So geben einem freundliche Hausbesitzer wertvolle Tipps und Items, Burgen heilen jede Runde ein paar HP und im Wald wird man schwerer getroffen. Eine Eigenheit der Serie, die dem Spielablauf noch mehr taktische Tiefe verleiht. Ebenfalls ist es möglich gegnerische Einheiten auf seine Seite zu ziehen, um dann fortan an deiner Seite zu kämpfen. Die Missionsziele sind ansich oft sehr ähnlich, bieten aber durchaus hier und da eine Abwechslung.

Neben einer Übersichtskarte, auf der man optionale Dungeons bestreiten oder sich in Shops neue Waffen kaufen kann, bietet Fire Emblem in manchen Mission eine Arena, in der zusätzlich Geld und Erfahrung gewonnen werden kann. Insgesamt also ein geniales Strategie-Rollenspiel, das alles hat, was man braucht.

Pro:

  • spannende und taktische Kämpfe
  • ausgefeilte Charakterentwicklung
  • Übersichtskarte mit optionalen Dungeons und Städten
  • Verschiedene Missionsziele die für Abwechslung sorgen
  • zwei Handlungsstränge für Wiederspielbarkeit
  • Viele rektrutierbare Charaktere
  • ansich nette und tiefgehende Story

Kontra:

  • Zweckmässige Grafik
  • durch gewisse Trainingsmöglichkeiten kann das Spiel zu leicht werden
  • Soundtrack eher unaufällig

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